Astrologie und Zen
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Astrologie folgt dem Hermetischen Gesetz „wie oben, so unten“, wie außen, so innen“, was bedeutet, dass die astrologischen Prinzipien auf jeder Erscheinungsebene der Welt Entsprechungen haben. In den 12 Archetypen liegen Bedeutungen, die mit dem rationalen Geist nicht umfassend zu definieren sind. Jedoch mit unserer Natur des Geistes begreifen wir das Nicht-Erforschte, Geheime, Unnennbare, das Ewige hinter dem Raum-Zeit-Verständnis.
In diesem Buch von Lara Weigmann und Wolfgang Maiworm werden die 12 astrologischen Prinzipien beschrieben und mit jeweils 12 ganzseitigen Bildern illustriert. Danach folgen Zen-Geschichten, die mit Worten die Entsprechungen der Prinzipien veranschaulichen. Es ist ein sehr schönes Buch, das zum meditativen Lesen und Anschauen einlädt.
https://www.lebens-t-raeume.de/produkt/astrologie-und-zen/
Die 12 Innenillustrationen habe ich in schwarz-weiß mit Rapidographen gezeichnet, welche sie durch den harten Strich wie Kupferstiche wirken lassen. Inhaltlich war es mein Anliegen, die Tierkreiszeichen nicht wie üblich darzustellen, sondern ihre astrologische Bedeutung deutlich werden zu lassen. Die farbige Coverillustration besteht aus einem mit dem Pinsel gezogenen Ensō, einem Symbol aus der japanischen Kalligraphie, das für mehr als für Erleuchtung steht, sowie aus den Sternbildern des Stiers und des Widders, den Tierkreiszeichen der Autoren, für die ich das Cover nach ihren Wünschen gestaltet habe.
Es folgt eine Rezension von Astrologe Tom Knaup:
Titel: Ein wirklich geistanregendes und impulsspendendes Buch, dass einlädt mit sich Selbst oder in Gemeinschaft zu philosophieren.
"Nach einer kurzen Einleitung über die Entstehungsgeschichte dieses Buches werden der Leserschaft versiert die jeweiligen Grundansichten von Astrologie und ZEN dargelegt. Beginnend damit, den interessierten Buchliebhaber ein Stück weit mit in die Welt der Astrologie zu entführen, beziehen sich die beiden Autoren auf diverse Überlieferungen.
Wahrscheinlich bereits vor den überlieferten Schriften von Hermes Trismegistos und Plato, war und ist die Beobachtung sowie das Verständnis des Firmaments mit seinen unzähligen Mustern über unzählige Generationen hinweg bis in die heutige Zeit eine der größten menschlichen Herausforderungen. Neben den mundanen Betrachtungs- und Deutungsansätzen versucht sich der Mensch unter Zuhilfenahme der Astrologie seit vielen Jahrtausenden, seine Gedanken und Vorstellungen über Konstellationen am Himmel und dem Leben auf der Erde mittels Synchronizität und der sich daraus ergebenden Sinnhaftigkeit zu erklären.
In ihren Ausführungen beschreiben Lara Weigmann und Wolfgang Maiworm die vier SEINS-Zustände der Astrologie: Körper, Seele, Geist und Transzendenz, über die vier Quadranten mit ihren jeweils drei Entwicklungsschritten, sprich die 12 Tierkreiszeichen. Alle diese SEINS-Zustände dürfen im Laufe des irdischen Lebens einer menschlichen Seele helfen, Bewusstsein zu erlangen und das Verständnis für und über sich selbst zu finden.
Durch die detailreichen Beschreibungen der zwölf Analogien erhält der Leser einen ersten Überblick über die jeweilig dahinterstehende Symbolik, entsprechend gängige Synonyme, mögliche Vorlieben, sowie die Art und Weise des Denkens, Fühlen und Handelns. Dazu wird stets Bezug genommen auf ein Tierkreiszeichen gepaart mit seinem Herrscherplaneten: Widder -Mars, Stier-Venus, Zwillinge-Merkur, Krebs-Mond, Löwe-Sonne, Jungfrau-Merkur, Waage-Venus, Skorpion-Pluto, Schütze-Jupiter, Steinbock-Saturn, Wassermann-Uranus, Fische-Neptun.
Um noch tiefer in die Thematik und das Verständnis der Tierkreiszeichen-Analogien, d.h. den daraus resultierenden Tierkreisqualitäten einzutauchen, nehmen die beiden Autoren uns mit auf eine geschichtliche Reise.
Zitat: „Ausgehend von den Ur-Prinzipien, wie sie in der griechischen Mythologie erfasst sind, wagen wir uns in die Tiefen von Kronos, Zeus, Ares, Aphrodite, Hermes, Selene und Apollon, den uns bekannten ´sieben heiligen Prinzipien´, wie sie in der Genesis, in Mythen und Märchen, in unserem Alltag (unter anderem in der Namensgebung der Wochentage), in Sprichworten und Orakeln lebendig erfasst sind.“
Lara Weigmann und Wolfgang Maiworm beschreiben ZEN so, dass es im erleuchteten Seinszustand weder Richtig noch Falsch gibt, alles ist wie es ist und alles Leben einem ununterbrochenen Kreislauf folgt. Es gibt viele Wahrheiten. Viele Wahrheiten gehören jedoch zu einer Wirklichkeit. Gegenwärtigkeit ist alles – frei von jeglichen Bewertungen und Interpretationen.
Um ein zusammenbringendes Verständnis von Astrologie in seiner ganzheitlichen Betrachtung und einem Leben im ZEN-Bewusstsein näher zu bringen, wurden im letzten Abschnitt des Buches 60 der 101 ZEN-Geschichten aus dem Buch „Ohne Worte, ohne schweigen“ von Paul Reps herausgesucht. Das Verständnis, sowie jegliche individuelle Deutung des Lesers wird vollumfänglich als richtig angesehen.
Für die Leser eröffnet sich mit diesem Buch die Möglichkeit, Anstöße zu Gedanken über sein selbst zu erhalten. Zeitgleich stellt es einen wunderbaren Ansatz dar, den philosophischen Versuch zu starten, ob und inwieweit ein jeder das Grundverständnis der astrologischen Gesetzmäßigkeiten, gepaart mit den Grundgedanken des ZEN in sein Leben und sein Bewusstsein integriert hat/kann/möchte.
Ich persönlich finde das Buch sehr gelungen und es erfreute mich an sehr vielen Stellen über geistanregende Impulse."